DE / EN

back
next


INGREDIENZ
Show, 2015

Flurina Badel und Jérémie Sarbach wurden angefragt für die Sommer-Ausstellung "Zur Frohen Aussicht" im Bergdorf Ernen eine Arbeit zu entwickeln. Dass die zwei für Ernen eine vierteilige Werkserie erdacht haben, zeigt wie ergiebig ihre gemeinsame künstlerische Arbeit ist. Die Serie OHNE TITEL (Ingredienz I-IV) setzt sich mit den Zutaten des Lebens und der Vergänglichkeit unserer Existenz auseinander. Es sind flüchtige, organische, naturnahe und dadurch sehr bodenständige und direkte Arbeiten, die Badel & Sarbach entworfen haben. Sie bedienen sich spielend symbolkräftiger Motive und kreieren poetisch und humoristisch anmutende Momente. Da wird in einer Kristallkluft im Felsen Brot gebacken, im Gemeinschaftsgefrierfach der Gemeinde werden Kristallglacés angeboten, ein Finsteraarhorn aus Körnern wird Hühnern zum Picken vorgesetzt... Im Viereck «Landschaft – Nahrung – Idylle – Vergänglichkeit» streifen wir mit Badel & Sarbach durch Ernen und fragen uns: Was bleibt, wenn in Ernen keine neuen Apfelbäume gepflanzt werden und die alten Bäume keine Blüten mehr tragen? Was bliebe, wenn keiner sich mehr um sie kümmerte, weil alle gegangen wären? (Text: Josiane Imhasly, Kuratorin)

Ohne Titel (Ingredienz I): Performance in einem Felsen etwas ausserhalb von Ernen. Badel&Sarbach backen Brot in einer ausgeräumten Kristallkluft im Felsen.

Ohne Titel (Ingredienz II): Installation im Hühnerhof. Ein aus Hühnerfutter und Pflanzenfett gegossenes Finsteraarhorn (Ernens Hausberg) wird von den Tieren aufgepickt.

Ohne Titel (Ingredienz III): Installation im kommunalen Tiefkühler. Glacés in Form von Kristallen, die Jérémie Sarbach im Binntal oder der Rhoneschlucht bei Ernen gefunden hat, können bewundert und aus dem Gemeinschaftsgefrierfach der Gemeinde geholt werden.

Ohne Titel (Ingredienz IV): Siebdruck mit Blütenpollen. Alle zwei Wochen wird ein neuer Siebdruck aufgehängt, da Wind und Insekten die Blütenpollen zum Verschwinden bringen. 


<<

by moxi